Franziska Fleischanderl

Salterio

Franziska Fleischanderl wurde in Linz geboren. Die Interpretin und Forscherin für Alte und Neue Musik studierte in Linz, München und Basel Hackbrett und Salterio bei Karl-Heinz Schickhaus, Hopkinson Smith, Rudolf Lutz, Mike Svoboda und Marcus Weiss und ist in den Bereichen Alte, Zeitgenössische und Improvisierte Musik tätig. Ihr Interesse gilt dabei vor allem der Erforschung und Aufführung historischer Salterio-Spielpraxis des 18. Jahrhunderts, sowie der Ausdehnung des zeitgenössischen Repertoires für modernes Hackbrett und die damit verbundene Entwicklung moderner Spieltechniken und deren Notation. In den vergangenen Jahren spielte sie über 30 Uraufführungen in unterschiedlichen Besetzungen, die für sie geschrieben wurden. Ein weiterer Meilenstein war die Zusammenarbeit mit György Kurtág im Jahr 2016, der von ihren Bearbeitungen seiner Cimbalom-Werke so angetan war, dass er sie für öffentliche Aufführungen am Hackbrett autorisierte.

Ihre Konzerttourneen führten die Musikerin in viele Länder Europas und nach Mexiko, wo sie bei Festivals und an Konzerthäusern mitwirkte, wie der Styriarte, den Wiener Festwochen, den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, den Donaueschinger Musiktagen, den Internationalen Barocktagen Melk und den Wiesbadener Bachwochen. Des weiteren trat sie u.a. im Musikverein Wien, im Wiener Konzerthaus, im Konzerthaus Dortmund, im Wolkenturm Grafenegg, sowie im Porgy&Bess Wien, im Brucknerhaus Linz und im Orpheum Graz auf.

Während ihrer musikalischen Laufbahn konnte sie mit Klangkörpern wie dem Barockorchester La Cetra (Schweiz), dem Tonkünstler Orchester (Österreich), dem Tonhalle Orchester Zürich (Schweiz), dem Barockensemble La Ritirata (Spanien), dem Sinfonieorchester Querétaro (Mexiko), dem Ensemble Capella con Durezza Wien, dem Ensemble Platypus, dem Projekt Studio Dan und dem Max Brand Ensemble zusammenarbeiten. CD- und Rundfunk-Produktionen führten sie zum ORF, BR und SWR, sowie zu den Labels Christophorus, Glossa und Deutsche Grammophon.

Franziska Fleischanderl ist Trägerin mehrerer Stipendien für ihre Pionierarbeit mit Salterio und Hackbrett, darunter das STARTStipendium des österreichischen Bundeskanzleramts sowie das Schweizerische Bundesstipendium der Helvetischen Eidgenossenschaft. Derzeit kollaboriert sie mit der Notenstein La Roche Bank St. Gallen (Schweiz), um ein mehrjähriges Forschungsprojekt zur Spieltechnik des italienischen Salterio des 18. Jahrhunderts zu realisieren. Sie verfolgt ein Doktoratsstudium zum gleichen Thema an der Universität Leiden unter den Supervisoren Frans de Ruiters, Ton Koopman, Teresa Chirico, Rudolf Lutz und Dinko Fabris.

www.salterio.at/home.html

Franziska Fleischanderl