Kubins andere Seiten

„Die andere Seite“

  • Musiktheater von Michael Obst nach dem fantastischen Roman von Alfred Kubin. Text von Hermann Schneider
  • Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies
  • Inszenierung: John Dew
  • Bühne und Kostüme: Dirk Hofacker
  • Dramaturgie: Christoph Blitt
  • Premiere: Samstag, 20. Mai, 19:30 Uhr,
  • weitere Vorstellungen: 24. und 27. Mai, 6., 19., 24. und 29. Juni
  • Musiktheater Linz, Großer Saal

 

Alfred Kubins Roman „Die andere Seite“ verlangt mit seiner bizarren Fantastik, den emotionalen Extremsituationen, in die die Protagonisten geraten, und nicht zuletzt wegen des Zusammentreffens unterschiedlicher Welten geradezu nach einer Überhöhung durch Musik. Und so brachte der Komponist Michael Obst 2010 sein Musiktheater „Die andere Seite“ zur Uraufführung. Er schuf eine Partitur, die verschiedene Klangsphären mischt: Reale Farben des Orchesters treffen auf fremd anmutende Elektronik; zarte A-Capella-Chorpassagen kontrastieren mit klanggewaltigen Massenszenen und Wild-Scharfes wechselt mit eindringlichen Episoden von morbid-fragiler Schönheit. Nicht zuletzt dank dieser starken musikalischen Faktur wurde das Werk von der Zeitschrift Opernwelt als „Uraufführung der Saison 2010/2011“ nominiert. Im Linzer Musiktheater kann man nun ab dem 20. Mai 2017 die Österreichische Erstaufführung dieser Kubin-Oper erleben. Anlässlich dieser Produktion entfaltet das Landestheater noch weitere Aktivitäten, um das Publikum mit Michael Obsts Oper und deren Thematik näher vertraut zu machen.

 

„Alfred Kubin – Meilensteine seines Schaffens“

  • Landesgalerie Linz, Kubin-Kabinett

Mit einem Einblick in das facettenreiche Werk Alfred Kubins feiert die Landesgalerie Linz die Wiedereröffnung des Kubin-Kabinetts. In den umfassend renovierten Räumlichkeiten werden Meilensteine seiner Werkentwicklung gezeigt. Der Bogen spannt sich vom magisch-fantastischen Frühwerk, mit dem Kubin zu Weltruhm gelangte, über Beispiele der narrativen und literarischen Illustrationen bis hin zum expressionistischen Spätwerk.

„EINE andere Seite“. Humor und Ironie im Werk von Alfred Kubin

  • Landesgalerie Linz, Gotisches Zimmer
  • 27. April bis 27. August

 

Unheilvoll, schattenhaft, dämonisch, abgründig – dies sind nur einige Begriffe, die mit dem Werk Alfred Kubins in Verbindung gebracht werden. Doch Kubin hat noch weitere Seiten, die mitunter übersehen werden – der Humor und die Ironie in seinen Zeichnungen. Humoristische, skurrile und groteske Themen, die einen bedeutenden Anteil im Schaffen von Alfred Kubin haben, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.

Kinderzimmer: Unter dem Thema „Der Magier von Zwickledt“ erfahren junge Besucher/innen Spannendes rund um das Leben von Alfred Kubin.

 

„... wie eine seelige Insel im dröhnenden Ozean europäischer Barbarei“

  • Alfred Kubin an Herbert Lange und Suzan Wittek, Briefe 1940–54,  Mikro-Ausstellung
  • 27. April bis 27. August
  • StifterHaus

Die im OÖ. Literaturarchiv im StifterHaus, Nachlass Herbert Lange befindlichen Briefe und Postkarten Alfred Kubins an den Journalisten und Autor Herbert Lange sowie an die Schriftstellerin und Japanologin Suzan Wittek umfassen unter anderem die wechselvollen Jahre des Zweiten Weltkrieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit. Mit der „verehrten“ nach mehrjährigem Japanaufenthalt wieder in Österreich lebenden Wittek pflegt Kubin einen angeregten Austausch, dem jungen Dichter Lange fühlt er sich bald freundschaftlich verbunden. Unter anderem entsteht der Plan zu einem gemeinsamen Buchband – „Das poetische Zeitalter“ mit Illustrationen Kubins, der kriegsbedingt jedoch erst 1948 erscheint. Verhandelt werden in den Briefen neben Bemerkungen zur politischen Situation erschwerte Arbeits- und Publikationsmöglichkeiten bei steigender Nachfrage nach Zeichnungen sowie die schwindende Schaffenskraft des Künstlers, die er in alljährlichen Aufenthalten im Böhmerwald zu erneuern sucht.